Buchvorstellung: "Nordseetaucher"

  • am 09.06.14
  • von Alex
Das Buch "Nordseetaucher - U-Boot-Wracks in der Nordsee" ist ein gelungener Erlebnisbericht des Wracktauchers Andi Peters mit spannenden Geschichten und vielen Hintergrundinformationen.
Bild: Buch Nordseetaucher

Wenn man gefragt wird, worum es in dem Buch "Nordseetaucher - U-Boot-Wracks in der Nordsee" geht, dann könnte man schlicht antworten: "Es geht um den Autor Andreas Peters und seine Tauchgänge".

Wer jetzt aber mit einer trockenen Dokumentation seiner Entdeckungen oder gar einem heroisierenden Roman rechnet, in dem der Protagonist als alleskönnender Taucher dargestellt wird, der irrt.

Ganz im Gegenteil: "Nordseetaucher - U-Boot-Wracks in der Nordsee" ist durch und durch ein gelungener Erlebnisbericht - mit allen Höhen und Tiefen: Probleme bei den Tauchgängen, schlechte Stimmung an Bord und mieses Wetter inbegriffen.

Wer sich bisher Illusionen gemacht hat, erkennt schnell, dass Tauchexpeditionen nichts mit gemütlichen Tauchsafaris im Urlaub gemeinsam haben. Der hohe Aufwand bei der Planung einer solchen Expedition setzt sich fort bei der Arbeit auf den Tauchbooten und bei der Koordinierung der Tauchgänge. Auch ist man, wie Andi Peters es in seinem Buch beschreibt, trotz akribischer Planung auch nie vor Rückschlägen gefeit. Und sei es auch nur das Wetter, welches mal wieder nicht mitspielt und den wochenlang ausgetüftelten Tauchplan zunichte macht.

Worum es geht

Andi Peters schildert in dem Buch "Nordseetaucher" seinen Werdegang vom "normalen" Sporttaucher hin zum begeisterten Wracktaucher. Er berichtet davon, wie er und seine Mitstreiter über die Jahre hinweg verschiedene Wracks gesucht haben und identifizieren konnten. Er beschreibt die Recherche über die Geschichte der versunkenen Schiffe und den Hintergrund des jeweiligen Untergangs. Nebenbei erfährt man noch viele andere Details rund um das Nordseetauchen im Allgemeinen. Ergänzt werden seine Erzählungen durch viele Fotos und Skizzen, die den Text noch verstärken.

Fazit

Das Buch ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Andi Peters schafft es von der ersten Seite an, den Leser auf seine Tauchgänge mitzunehmen und ein Teil davon werden zu lassen. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, auch für Nichttaucher oder Personen, die mit dem (Wrack-) Tauchen bisher noch nicht in Berührung gekommen sind. Auch macht das Buch Lust darauf, die Nordsee und die dort versunkenen Schiffe und Wracks näher zu erkunden.

Viel zu schnell habe ich das Buch ausgelesen und warte jetzt gespannt auf eine Fortsetzung.

Über Andi Peters

Andreas "Andi" Peters wurde 1973 in Schleswig-Holstein geboren und wurde vor allem durch die Bücher von Hans Hass und die Filme von Jacques Cousteau mit dem "Tauch-Virus" infiziert. Heute ist Andi Peters ProTec Course Director und Instructor Trainer - und immer noch begeistert von der Nordsee und ihren Wracks.

Weitere Infos zu ihm findet man auf seiner Webseite www.andreas-peters-tauchen.de oder auf der Internetseite des Buches (www.nordseetaucher-dasbuch.de).

Das Buch kaufen

Neben dem Shop auf der Internetseite des Buches, kann man das Buch zum Beispiel auch über Amazon kaufen: Nordseetaucher - U-Boot-Wracks in der Nordsee

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Kommentare

Kurz gesagt: Guter Bericht für ein gutes Buch!
Ich kann den Artikel nur unterstützen: Andreas Peters hat es unterhaltsam geschrieben. Einen zweiten Teil würde ich mich jederzeit auch kaufen.

Dein Buchtipp kommt wie gerufen so kurz vor dem nächsten Urlaub. Hört sich echt gut an. Jetzt habe ich zumindestens schon mal eine Lektüre gefunden.

*Daumenhoch*

Alex: Danke für die Buchvorstellung, genauso empfinde ich das Buch: Einfach ein klasse Bericht von Andi Peters!

Weiß einer schon was von einer Fortsetzung?

Wenn ihr Fragen an Andi Peters habt, dann kommentiert sie hier rein. Es wird demnächst ein kurzes Interview mit ihm hier geben. Also lasst es mich wissen, wenn ich ihm auch eine Frage von euch stellen soll.

Das gefällt mir!

Dann hier meine erste Frage (wie oben angedeutet): Gibt es eine Fortsetzung und wenn ja: Wann wird die ungefähr erscheinen.

Finde ich eine gute Idee ihn zu interviewen, auch wenn ich ihn bisher nur aus seinem Buch kenne.

Als ich in dem Buch zu der Stelle kam, als sie das erste Mal im gesperrten Gebiet getaucht sind, da dachte ich "Mein lieber Schwan, der ist ja mutig das hier so darzustellen". Aber die Strafe folgte ja dann auf dem Fuß (bzw. ein paar Seiten später). :-P

+1 für die Frage von Frank. Das interessiert mich auch.

Ich habe gehört, dass er auch Lesungen zu seinem Buch gibt und die Berichte davon waren bisher immer ziemlich positiv. Kenne jetzt zwar niemanden, der mir das bestätigen konnte aber mich würde das durchaus mal interessieren.

Deswegen meine Frage: Kann man ihn woanders auch antreffen?

Das Buch ist wirklich gut geschrieben. Wir (meine auch tauchende Frau und ich) waren am Anfang schon skeptisch, ob es das hält was es verspricht. Es hat!

Was wir uns beide gefragt haben:
Nicht immer kommen alle Beteiligten gut bei seinen Erzählungen bei weg. Es gibt zwar jetzt keine wirklich kritische Situation, aber uns würde doch interessieren, ob sich jemand auf den Schlips getreten gefühlt hat oder ob alle, die von den Buchplänen oder anschließend von dem fertigen Buch erfahren haben, begeistert waren?
 

Ich bin auf eure Ankündigung für das Interview über Facebook gestoßen. Finde ich eine klasse Idee. Das Buch wurde mir zum Geburtstag geschenkt und ich habe es schon zwei Tage später ausgelesen in den Schrank stellen müssen.

Deswegen möchte ich auch die Frage nach der Fortsetzung unterstützen.

Mich interessiert mit welcher Tauchausrüstung er inzwischen tauchen geht. Ist das so "Standard-Equipment". Im Buch geht er ja ab und an auf die Ausrüstung ein, mich würdde freuen wenn es noch etwas detailierter sein würde.

 

Das Buch ist wirklich gut, OK. Aber um hier mal einen anderes Aspekt reinzubringen:

Andreas taucht in seinem Buch in Wracks rein ohne deren Geschichte zu kennen und zu wissen ob es sich hier vielleicht um ein Kriegsgrab handelt. Das find ich so naja (vorsichtig ausgedrückt). Sachen mitnehmen geht aber für meine Begriffe gar nicht!! Ich denke da vielleicht anders, aber das verbiete sich für mich einfach. Zum Einen aus Respekt den Opfern gegenüber und zum Anderen sollen andere Taucher auch etwas bei ihren Tauchgängen entdecken (und fotografieren) dürfen.

Wenn ich mir meine Tauchgänge (z.B. in Ägypten) von vor mehreren Jahren und die vor kurzem anschaue, dann wird mir echt schlecht! :-(

Na na... das hört sich ja fast so an, als wenn er hier Wrackplünderer ohne gleichen wäre?!

Ich weiß jetzt natürlich nicht, was er vielleicht mitgenommen hat ohne davon zu berichten, aber für mich hört es sich im Buch nicht danach an, als wenn er das regelmäßig oder oft gemacht hätte. Ganz im Gegenteil, ich finde es gibt im Buch eine Entwicklung, die ausgelöst wurde durch die Ablehnung der Briten nach dem Betauchen des U-Boots und der Bergung der Übergabe der Lampe an ein Museum.

So habe ich das ja gar nicht gesagt. Ich ärgere mich nur tierisch über die ganzen Wrackplünderer, die gleichzeitig auch oftmals noch das Wrack sinnlos bei ihrer Suche verwüsten und zerstören.

Ich wollte damit nur sagen, daß man genau aufpassen muss was man schreibt. Nicht daß am Ende noch andere Leute sich dadurch dazu berufen fühlen ebenfalls mal was mit nach oben zu nehmen.

Ich habe das Buch noch nicht gelesen und bin auch erst seit kurzem beim tauchen dabei, Habe vor zwei Wochen den PADI OWD gemacht und will im Sommer nach Ägypten für eine Woche in den Urlaub fahren. Auch zur Nordsee wollen meine Frau und ich dieses Jahr noch einmal mit dem Wohnmobil.

Schon oft habe ich daran gedacht dort tauche zu gehen. Allerdings frage ich mich, ob es in der Nordsee wirklich noch groß etwas zu entdecken gibt, oder ob das nicht inzwischen alles mit Sonar usw. gefunden wurde. Gibt es da noch Wracks, die nicht identifiziert wurden?

Vielen Dank für eure Fragen. Wir haben aus diesen und weiteren eine Auswahl erstellt und sie an Andi Peters übermittelt. Ihr könnt gespannt sein auf seine Antworten.

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