Trocknungsgerät für Handschuhe und Füßlinge

  • am 01.10.13
  • von Alex
Richtig unangenehm sind nass-kalte Neoprenhandschuhe und -füßlinge, wenn man sie nach Gebrauch am nächsten Tag wieder anziehen möchte. Doch dafür gibt es Abhilfe: Mit wenig Aufwand und geringen Kosten ist schnell ein Trocknungsgerät gebaut.

TrocknungsgerätMit einem selbstgebauten Trocknungsgerät kann man Neoprenteile schnell und einfach innerhalb weniger Stunden trocken kriegen. Das ist besonders wichtig, wenn es draußen nicht mehr so warm ist, da Neopren nicht schnell genug bis zum nächsten Tag trocknet. Was man dafür braucht sind nur ein paar Teile aus dem nächsten Baumarkt, die zusammen unter 50 Euro kosten.

Auf verschiedenen Internetseiten kann man dazu Bauanleitungen finden, zum Beispiel auf www.tipps-fuer-taucher.de.

Im Vergleich zu dem dortigen Trockner habe ich bei meinem noch ein paar Optimierungen vorgenommen, um ihn besser auf meine Bedürfnisse anzupassen. Wer will kann noch eine Zeitschaltuhr anbauen, damit das Gerät automatisch wieder ausgeht, ohne, dass man dabei sein muss. Unter das Brett habe ich übrigens noch 4 kleine Rollen montiert.

Der Zusammenbau:

Bau Trocknungsgerät

Die Änderungen im Überblick:

Stärkerer Ventilator
Der Abluftventilator ist mit 11 Watt etwas sparsam bemessen und sollte wirklich nur die untere Grenze darstellen. Gerade wenn man alle vier Rohre mit Handschuhen und Füßlingen belegt hat, ist ein stärkerer Motor klar von Vorteil. Ich habe mich für einen 14 Watt Ventilator entschieden, Kostenpunkt ca. 14 Euro.

Kürzere Rohre
Die Rohre sind alle um 5 cm kürzer. Das sorgt zum einen dafür, dass die Luft besser an die Neoprenausrüstung gelangt und zum anderen wird die Größe des Geräts noch reduziert.

Abdichtungen für nicht benötigte Rohre
Zwei zusätzliche Muffenstopfen sorgen dafür, dass man zwei der vier Rohre verschließen kann, wenn zum Beispiel nur Füßlinge getrocknet werden müssen (beispielsweise beim Tauchen mit Trockentauchhandschuhen). So kann keine Luft durch die nicht benötigten Rohre entweichen.

Reduktionsstücke für Handschuhe
Eng sitzende Neoprenhandschuhe spannen auf den 50mm Rohren unnötig. Deswegen habe ich hier zwei Reduktionsstücke von 50mm auf 40mm hinzugefügt.

Trocknungsgerät

Das ganze sieht dann am Ende so aus und funktioniert wunderbar. Nasse Handschuhe und Füßlinge gehören ab sofort der Vergangenheit an.

Viel Spaß beim Nachbauen.

 

 


Materialliste:

PDF-IconWelche Einzelteile in der optimierten Version verwendet wurden, könnt ihr in unserer Materialliste für das Trocknungsgerät (PDF-Datei) nachschauen. Einfach auf das Icon klicken und durchlesen.

Kategorie: 

Kommentare

Hey, vielen Dank für den Bericht.

War gestern hier im Haussee im Wasser und will morgen am Feiertag eigentlich auch wieder gehen - nur jetzt habe ich genau das von dir beschrebene Problem: Die Sachen sind immer noch klitschnass. :-(

Werde mich in einer ruhigen Minuten vielleicht mal hinsetzen und das nachbauen.

Viel Spaß. Du kannst ja mal berichten, wenn du dein Gerät fertig hast.

Ich habe mir vor einer Weile ein ähnliches Modell gebaut (Danke übrigens für den Tipp mit den Reduktionsstücken 50 auf 40, werde ich bei mir noch nachrüsten). Hängt jetzt bei mir im Keller und tut seine Arbeit.

Hatte vorher ein Schuhtrockner aus dem Skibedarf in Verwendung, den ich noch von unserem alten Hobby übrig hatte. Hab ich mit dem anderen Gerät nun aber abgeschafft und entsorgt.

Hallo Frank,

wieso hast du denn den Schuhtrockner wieder abegschafft? Nicht gut? Zu warm? Oder was anderes?

Gruß,
Max

Nein, an der Wärme lag es nicht. Das vrteilte sich schon ein wenig durch die Schläuche. Wobei ich auch nicht weiß, ob das wirklich so gut für das Neopren ist, wenn es dauerhaft mit warmer Luft "vllgepumpt" wird?!
Weiß da zufällig einer mehr? Könnte mir schon vorstellen, dass das Material da auf Dauer drunter leidet.

Ich habe den abgeschafft, weil es mir auf Dauer einfach zu viel Strom gefressen hat. Mag vielleicht auch daran liegen, dass es nicht mehr das neuste Gerät war, aber trotzdem.

Ach, eine Sache ist mir gerade noch durchgerutscht:

Alex, kannst du vielleicht noch so etwas wie eine Materialliste (also die am Ende von dir verwendeten Teile + Einzelkosten) unter den Beitrag stellen.

Würde gerne mal vergleichen :-)

@Frank:
Materialliste samt Preise habe ich unten im Artikel hinzugefügt. Den Preis von dem Brett kann ich leider nicht sagen, da ich es noch bei mir rumzuliegen hatte.

Neuen Kommentar schreiben