Nachdem man sich eine Tauchermaske ausgesucht hat, sollte vor dem Kauf noch die Passform getestet werden. Wir zeigen euch, wie man mit einem einfachen Test herausfinden kann, ob einem die Maske grundsätzlich passt.
Foto: Passform der Tauchermaske testen, Schritt 1

Im Artikel Die richtige Tauchermaske: Anhaltspunkte für den Kauf sind wir bereits auf die Passform der Maske eingegangen. Hier möchten wir euch nun ein paar praktische Tipps geben, wie man ganz einfach die Passform überprüfen kann. Dieser Test sollte direkt im Tauchladen und für jede Maske aufs Neue durchgeführt werden.

Vorbereitung

Bevor man den Test macht, werden alle Haare aus dem Gesichtsfeld gestrichen, damit sie nicht unter dem Dichtrand der Maske eingeschlossen werden und somit undichte Stellen verursachen können (war bei mir jetzt nicht notwendig…).

Test ohne Maskenband

Die Überprüfung, ob eine Maske richtig sitzt, solltet ihr unbedingt zuerst ohne die Befestigung mit dem Maskenband durchführen. Das Band verfälscht das Ergebnis: Durch das Band wird die Maske an das Gesicht gezogen und eine schlechte Passform ggf. durch ein (zu) eng eingestelltes Band ausgeglichen.

Für den Test kann man die Tauchermaske leicht gegen das Gesicht drücken. Nun wird durch die Nase eingeatmet und die Luft angehalten. Dadurch saugt sich die Maske an das Gesicht an. Wenn ihr nun eure Hände von der Maske nehmt, sollte sie sicher auf dem Gesicht halten.

Ist es dagegen möglich weiter Luft in die Maske zu saugen oder fällt die Maske gleich wieder ab, sitzt sie nicht richtig und eine andere Maske sollte ausprobiert werden.

Löst sie sich schon nach kurzer Zeit, solltet ihr den Test sicherheitshalber noch einmal durchführen und prüfen, ob nicht doch Haare unter dem Dichtrand eingeklemmt waren.

Eine gute andere Art, diesen Test durchzuführen, ist, den Kopf in den Nacken und die Tauchermaske auf das Gesicht zu legen und dann durch die Nase einzuatmen. Passt die Maske gut, dann wird sie sicher am Gesicht halten, wenn man den Kopf wieder nach vorne neigt.

Test mit Maskenband

Wenn der Test ohne Maskenband gut gekappt hat, dann ist es Zeit für den nächsten Schritt: Das Maskenband wird jetzt über den Kopf gezogen und die erforderliche Länge eingestellt.

Achtet darauf, dass es nicht zu eng oder zu locker sitzt. Das Band darf zudem nicht verdreht sein oder über die Ohren laufen. Dies kann nach einiger Zeit zu einem schmerzhaften Druck führen, was Unterwasser nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich ist. Ideal ist es, wenn es auf dem Hinterkopf etwas höher platziert ist.

Guter Tipp: Neoprenüberzug

Um ein Verdrehen des Standard-Maskenbands hinter dem Kopf zu vermeiden, gibt es Neoprenüberzüge, die einfach über den breiten Teil des Bandes gezogen werden. Die Tauchermaske lässt sich dadurch auch leichter an- und ablegen. Solch ein Überzug – die es in den verschiedensten Farben gibt – wird auch an der auf den Fotos benutzten Maske verwendet.

Druckausgleich leicht möglich?

Die Maske muss ohne Probleme einen Druckausgleich über die Nase (Valsalva-Methode) zulassen. Das heißt, dass die Nase durch den Nasenerker gut zu erreichen sein muss. Mit aufgesetzter Maske sollte also der Druckausgleich einfach möglich sein. Um das zu gewährleisten, darf der Nasenerker also weder zu groß (Nase nicht gut erreichbar) oder zu klein (Druck auf die Nase) sein. Auch darf der Rahmen der Tauchermaske nicht gegen den Nasenrücken stoßen.

Auch mit Atemregler testen

Als letzten Punkt solltet ihr die Passform der Tauchermaske noch mit Atemregler im Mund testen. Zur Not tut es hier aber auch einfach ein Schnorchel. Durch das im Mund befindliche Mundstück werden verschiedene Muskeln angespannt und es kann passieren, dass der vorher glatt anliegende Dichtrand nicht mehr richtig abdichtet. Die Folge ist ein Wassereindruch in der Maske.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

  • Die Maske darf nicht zu nah an den Augenbrauen und Augenwinkeln sitzen, das kann zu Wassereinbruch und Druckgefühl führen.
  • Der Rahmen der Maske darf nicht gegen die Nase drücken.
  • Die Nase muss genug Platz im Nasenerker haben und nicht anstoßen.
  • Ein Druckausgleich (Valsalva-Methode) ist ohne Probleme möglich.
  • Die Maske muss nach dem Einatmen durch die Nase und Luftanhalten fest auf dem Gesicht sitzen.
  • Zu guter Letzt: Passform der Maske auch mit Atemregler testen

Trifft einer dieser Punkte nicht zu, so sollte eine andere Maske gewählt werden.

  • Foto: Passform der Tauchermaske testen, Schritt 1
    Passform der Tauchermaske testen, Schritt 1

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